Die Stadt Wiesbaden hat den historischen Zollspeicher am Rheinufer verkauft. Ein Investor aus der Region plant die denkmalgerechte Sanierung und Neunutzung des Gebäudes. Der Verkaufspreis liegt im niedrigen Millionenbereich, genaue Zahlen wurden nicht bekannt gegeben.

Das Gebäude

Der Zollspeicher am Rheinufer in Wiesbaden-Biebrich stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das Gebäude diente einst der Lagerung von Waren, die auf dem Rhein transportiert wurden. Es steht unter Denkmalschutz und prägt das Erscheinungsbild des Biebricher Rheinufers maßgeblich. In den letzten Jahren stand das Gebäude weitgehend leer.

Sanierungspläne

Der Investor plant eine behutsame Sanierung unter Wahrung der denkmalgeschützten Substanz. Im Erdgeschoss sollen gastronomische Angebote entstehen, in den oberen Etagen sind Büro- und Veranstaltungsflächen vorgesehen. Die Pläne wurden mit dem Denkmalamt abgestimmt. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Bedeutung für die Stadtentwicklung

Der Verkauf des Zollspeichers ist Teil der Strategie der Stadt, historische Gebäude einer wirtschaftlichen Nutzung zuzuführen. Die Stadt entlastet ihren Haushalt und schafft gleichzeitig die Voraussetzung für eine Wiederbelebung des Biebricher Rheinufers. Der Stadtverordnetenversammlung lag ein positives Votum des Liegenschaftsausschusses vor.